Die Marienkirche

Die Marienkirche

Die Marienkirche

Eines der bedeutendsten Werke norddeutscher Backsteingotik hat eine lange und bewegte Geschichte zu erzählen. Über 700 Jahre ist sie schon alt, wurde zerstört und wieder aufgebaut, der letzte Brand, Ende des II. Weltkrieges, hinterließ nur einige Außenmauern und Teile des Turmes. Heute reckt sich der Bau stolz und kraftvoll in den Himmel und rein äußerlich erinnert nichts mehr an diese schweren Tage.

Es war jedoch ein verworrener Weg, gepflastert mit Bemühungen, Entscheidungen, wieder mit neuen Entscheidungen und Ideen, der schließlich zu etwas ganz Besonderem führte – einem der beeindruckendsten Konzertsäle Deutschlands.

Der finnische Architekt Prof. Pekka Salminen integrierte in die altehrwürdige Backsteinhülle einen hochmodernen Konzertsaal und schuf dabei eine wundervolle Symbiose von Altem und Neuem.

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1945

1945

29./30. April: Kriegsende; 80% der Innenstadt fallen einem Brand zum Opfer, so auch die Marienkirche

1945

1945

29./30. April: Kriegsende; 80% der Innenstadt fallen einem Brand zum Opfer, so auch die Marienkirche

September 1998

September 1998

Bewehrungs- und Betonierarbeiten Sohle

Baustellenkonzert

2002

2002

Juli: Übergabe des neu gestalteten Marienkirchplatzes

2002

2002

September: Eröffnung der Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik- In Neubrandenburg zur Wehr und Zier“ im Turm der Marienkirche

2007

2007

Juni: Festliche Weihe von fünf neuen Bronzeglocken und Übergabe der neuen Balustrade im Turmbereich

2009

2009

Im Oktogon des Turmbereiches: Einbau einer Multimedia-Show als 360-Grad-Präsentation auf das Backsteinmauerwerk mit historischem Stadtbild Neubrandenburgs um 1900

2017

2017

Juli: Die Königin der Instrumente für die Konzertkirche erklingt erstmals in einem Festkonzert zum 70. Geburtstag des Spenders Günther Weber

Im Spiegel der Geschichte

1248

4. Januar: Johann I. von Brandenburg erteilt seinem Getreuen Herbord von Raven den Auftrag zur Gründung der Stadt Neubrandenburg und Bau einer Pfarrkirche

1298

Weihe der Marienkirche

1676

Stadtbrand; im Kirchenschiff wird das Mittelschiffgewölbe zerstört

1754

Orgelneubau im Ergebnis einer durch Herzog Adolph Friedrich autorisierten Spendenaktion

1832 - 41

Restaurierung der Marienkirche durch Hofbaumeister Buttel im Auftrag des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz

1945

29./30. April: Kriegsende; 80% der Innenstadt fallen einem Brand zum Opfer, so auch die Marienkirche

1975

Vertragsabschluss zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Stadt und dem Bezirk Neubrandenburg zum Aufbau einer Konzerthalle und eines Kunstmuseums

1976

Beginn des Wiederaufbaus der Marienkirche

1989

Erneuter Beschluss der Stadt Neubrandenburg zum Ausbau als Konzertsaal und Kunstgalerie nach Plänen des Neubrandenburger Architekten Josef Walter

1945 - 95

Archäologische Grabungen im Kircheninneren

1996

Änderung des Nutzungskonzeptes und Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbes zur Gestaltung eines Konzertsaales. Das Konzept des finnischen Architekten Prof. Pekka Salminen erhält den Vorzug der prominenten Fachjury

ab 1997

Baustellenkonzerte zur Finanzierung des Wiederaufbaus

2001

13. Juli: Festliches Eröffnungskonzert

2002

Juli: Übergabe des neu gestalteten Marienkirchplatzes

2002

September: Eröffnung der Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik- In Neubrandenburg zur Wehr und Zier“ im Turm der Marienkirche

2007

Juni: Festliche Weihe von fünf neuen Bronzeglocken und Übergabe der neuen Balustrade im Turmbereich

2009

Im Oktogon des Turmbereiches: Einbau einer Multimedia-Show als 360-Grad-Präsentation auf das Backsteinmauerwerk mit historischem Stadtbild Neubrandenburgs um 1900

2017

Juli: Die Königin der Instrumente für die Konzertkirche erklingt erstmals in einem Festkonzert zum 70. Geburtstag des Spenders Günther Weber

Fünf Glocken Fünf Glocken Fünf Glocken

Fünf Glocken

Neue Klänge - schöne Aussichten

Die Glocken von St. Marien waren für die Neubrandenburger immer ein Stück Identität. Als die kaiserlichen Truppen unter General Tilly Neubrandenburg eroberten, verhinderten die Neubrandenburger den Verlust der Glocken von St. Marien durch eine Lösegeldzahlung.

Durch einen Blitzschlag wurden 1655 die fünf Glocken sowie die Turmuhr von St. Marien völlig zerstört. In der Zeit danach erhielt die Kirche immer wieder neue Glocken, die entweder durch Feuer und Einsturz des Turmes zerbrachen oder für kriegswirtschaftliche Zwecke – wie im Jahre 1917 – entwendet wurden.

Am Ende des Ersten Weltkrieges hing im Glockenstuhl von St. Marien nur noch eine einzige Bronzeglocke. Im Februar 1922 wurde die Anschaffung von drei Stahlglocken für St. Marien beschlossen. 23 Jahre später, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, fielen die Glocken dem Stadtbrand zum Opfer. Der Sturz in die Tiefe beschädigte sie stark. 1956 wurden sie in einem neuen Glockenstuhl aus Stahl wieder aufgehängt, nachdem eine Glockenfirma die drei übrig gebliebenen Glocken notdürftig überarbeitete.

Dank der Initiative “5 Glocken für Neubrandenburg” hat diese Notlösung nun ein Ende gefunden. Am 10. Dezember 2006 haben ca. 5.000 Neubrandenburger ihre neuen fünf Glocken an der Marienkirche in Empfang genommen.

Insgesamt waren 200.000 Euro für die Anschaffung der fünf Bronzeglocken und des neuen Glockenstuhls erforderlich. Das Land Mecklenburg-Vorpommern steuerte aus dem Zukunftsfond 20.000 Euro bei, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin unterstützte das Projekt mit 65.000 Euro. Durch Spendenaktionen von Firmen und Institutionen sowie dank vieler, vieler Einzelspender konnte die verbleibende Summe von beachtlichen 100.000 Euro aufgebracht werden.

Für die Montage der Glocken waren umfangreiche Bauarbeiten im Foyer und im Westturm erforderlich. Um den Betrieb der Konzertkirche Neubrandenburg nur geringfügig zu beeinflussen, wurden diese mit ebenfalls anstehenden Umbaumaßnahmen im Westturm kombiniert und zeitgleich durchgeführt.

Unter Einsatz von Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern entstand ein Umgang um den Turm, welcher den Besuchern der Kirche einen beeindruckenden Blick über die Stadt der vier Tore und den Tollensesee ermöglicht.

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