Secco Malerei aus dem 13. Jahrhundert

An der Westwand des Kirchenschiffes befindet sich die einzige in der Marienkirche erhaltene Wandmalerei.

Das Mauerwerk in diesem Bereich zählt zu den ältesten Teilen des Gebäudes, es stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Das Wandbild zeigt eine Weltgerichtsdarstellung. Diese Darstellung bezieht sich auf die Offenbarung
des Johannes im Neuen Testament und stellt Christus als Weltenrichter am jüngsten Tag dar.
Das Wandbild wurde vermutlich in Zusammenhang mit der weitgehenden Fertigstellung der Kirche im frühen 14. Jahrhundert gemalt. Wohl spätestens im Gefolge der Reformation im 16. Jahrhundert kam es zur flächigen Überstreichung des Bildes und so geriet es in Vergessenheit. Bei späteren Renovierungen wurde die Wand noch mehrfach überstrichen.

In Folge der schweren Zerstörungen, die dem Gebäude im Zweiten Weltkrieg zugefügt worden waren, kamen auch Teile der Wandmalerei wieder zum Vorschein. Mit der restauratorischen Sicherung des Bestandes konnte erst 1998 begonnen werden.
Als Schäden waren große Putzfehlstellen, Risse und umfangreiche Putzlockerungen festzustellen, die weitere Verluste befürchten ließen.

Die ausgeführte Restaurierung verzichtet bewusst auf wesentliche Ergänzungen oder gar Überarbeitungen der Malerei. Ziel war die Sicherung und Bewahrung des historischen Bestandes und die zurückhaltende farbige Einstimmung der Fehlstellen, so dass sie nicht als Störungen in den Vordergrund treten.

Secco-Malereien
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